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Fahrtkosten / Reisekosten pauschalieren?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFahrtkosten / Reisekosten pauschalieren?

Uhr
Von: Barbara2502
4 Antworten
Hallo,

wir haben einen größeren Auftrag in Donauwörth (einfache Entfernung 135 km).
Innerhalb Donauwörths fallen ebenfalls Fahrtkosten an.
Wie gehe ich genau vor?
Soll ich die 135 km Anfahrt nach Donauwörth pauschalieren? Wir haben einen Leasing-PKW. Pauschaliere ich mit Leasing-Rate/Steuer/Versicherung und Tankkosten – also allen Kosten aufgerechnet?
Soll ich die Fahrten innerhalb Donauwörths mit 0,30 Cent ansetzen je gefahrenen Kilometer innerhalb der Stadt und Arbeitsstättennachweis?

Bin für jeden Tipp äußerst dankbar!
Viele Grüße
Barbara

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

Quote:
Bin für jeden Tipp äußerst dankbar!

Bin für jede Detailinformation dankbar,
zum Beispiel

– Arbeitnehmer oder Unternehmer?
– Gehört der PKW zum Betriebsvermögen oder zum Privatvermögen?
(Wie wurden die Kosten bisher behandelt?)

Es geht nur einheitlich pro Kalenderjahr und Fahrzeug.
Entweder alle Fahrten eines Jahres pauschal oder für alle Fahrten Einzel(kosten)nachweis. Pauschalierung geht grundsätzlich nur bei Fahrzeugen deren betriebliche Nutzung unter 50 % liegt.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

Von: Barbara2502
Uhr
Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe meine Fragen leider nicht genau definiert. Bitte entschuldigen Sie. Zu Ihren Fragen:

Der PKW gehört zum Unternehmen, der Unternehmer fährt selbst.
Es ist ein Leasing-Fahrzeug mit 20.000 km/pro Jahr.

Ist es besser, die Fahrkosten zum Kunden zu pauschalieren oder pro gefahrenen Kilometer abzurechnen? Wir haben im Fahrzeug “Travel Control”, welches vom FiAmt als Nachweis anerkannt wird .

Ich möchte gerne wissen, was für den Unternehmer besser ist. Die Reisekosten inclusive der gefahrenen Kilometer als Puschale im Angebot zu erstellen oder Reisekosten zu pauschalieren und die Kilometer extra anzuführen.

Danke

Barbara

Von: TorstenMo
Uhr
Geht es um die Ermittlung der Betriebsausgaben für den Unternehmer oder darum, dem Kunden einen gewissen Aufwand an Reisekosten in Rechnung zu stellen? Ich frage deshalb, weil Sie “im Angebot” schreiben.

Geht es nur um den Kostenvoranschlag ist es egal wie hoch die in Rechnung gestellten Reisekosten sind, wichtiger ist die Frage: Bezahlt der Kunde den Betrag oder macht der Wettbewerb es billiger, also gänzlich ohne Auslagenersatz für Fahrtkosten oder mit einem geringeren Anteil bzw. Satz?

Wenn sie Konkurrenzlos sind, dann testen Sie aus, wie weit Sie mit Ihrem Kunden gehen können. Wie viel ist er bereit zu zahlen, bevor er ein Gegenangebot, also einen weiteren Kostenvoranschlag erstellen lässt. Es ist also eher eine Frage des Preises, des Wettbewerbs und der Preiskalkulation, als eine Frage des Gesetzes.

Für die Fragen der internen steuerlichen Behandlung kann Ihnen Steuerberater Kexel eine Auskunft geben.

Wird das Fahrzeug zu mehr als 50% dienstlich genutzt? Die Frage ist noch nicht beantwortet worden.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

nochmals – was den Betriebsausgabenabzug anbelangt gilt

Quote:
Pauschalierung geht grundsätzlich nur bei Fahrzeugen deren betriebliche Nutzung unter 50 % liegt.

Wenn’s um die Weiterbelastung an den Kunden geht, ist den Aussagen von Torsten nichts hinzuzufügen.

Was die korrekte Aufzeichnung der betieblichen Fahrten im Rahmen eines Fahrtenbuchs anbetrifft, hier sind alle Fahrten getrennt anzugeben.
– Hinfahrt
– Fahrten am Ort
– Rückfahrt

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

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