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Firmenwagen

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFirmenwagen

Uhr
Von: schneck
1 Antworten
Hallo,

ich habe da mal ein paar vielleicht allzu blauäugige Fragen:

Wir (Partnerschaftsgesellschaft) haben uns vorletztes Jahr einen Firmenwagen angeschafft.
Da wir gehört hatten, dass man kein Fahrtenbuch führen muss, so lange es noch einen weiteren Wagen in der Familie gibt, mit dem die Privatfahrten getätigt werden, führen wir auch für keines der Fahrzeuge ein Fahrtenbuch.

Bisher hat das Finanzamt uns nicht kontrolliert, also auch wenig Möglichkeiten für Einwände gehabt. Sie haben sich lediglich die Kaufrechnung für das Fahrzeug damals vorlegen lassen.
Wir haben im Jahr der Anschaffung ca. 800 km für Privatfahrten angesetzt, was einer tatsächlich mit diesem Fahrzeug stattgefundenen Reise entspricht. Diese haben wir mit 0,30 € /km als Privatentnahme des Unternehmers gebucht, ohne je die tatsächlichen Fahrzeugkosten zu ermitteln, wie ich es hier immer wieder lese. Für 2010 hatte ich eigentlich das gleiche wieder vor.

Ist das jetzt alles ganz falsch und viel zu einfach gedacht, oder kann man das so auch machen?

Für eine qualifizierte Anwort wäre ich sehr dankbar, denn irgendwann werden wir damit wohl sonst auf den Bauch fallen – bzw. was passiert dann überhaupt?

schneck

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

Quote:
Da wir gehört hatten, dass man kein Fahrtenbuch führen muss, so lange es noch einen weiteren Wagen in der Familie gibt, mit dem die Privatfahrten getätigt werden, führen wir auch für keines der Fahrzeuge ein Fahrtenbuch.

Man sollte sich eben nicht auf das hören-sagen anderer verlassen, hätten Sie mal lieber jemanden gefragt, der sich damit auskennt – einen Steuerberater oder eine Steuerberaterin. Die haften auch für mögliche Falschberatungen, im Gegensatz zu “Hören-Sager”, “Immer-Wieder-Leser” oder dem Internet.

Quote:
Ist das jetzt alles ganz falsch und viel zu einfach gedacht …

Ja ist es.

Quote:
Für eine qualifizierte Anwort …

… fragen Sie einen Steuerberater oder Steuerberaterin.

Also, nachfolgend die gesetzliche Lösung:

Für jeden PKW, für den die Möglichkeit einer Privatnutzung besteht (egal ob Privat noch vergleichbare PKW vorhanden sind!), ist ein Privatanteil von 1 % des Bruttolistenneupreises azusetzen. Ersatzweise kann der Privatanteil nach den tatsächlichen Kosten und den tatsächlich privat gefahrenen Kilometern ermittelt werden, sofern ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt wurde, und zwar für das komplette Kalenderjahr.