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Fortbildungskosten Ehefrau

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFortbildungskosten Ehefrau

Uhr
Von: krga
1 Antworten
Liebe Forumsteilnehmer,
ich übe mein Gewerbe (Einzelfirma) als Nebentätigkeit aus und werde dabei gelegentlich von meiner Frau unterstützt. Wir haben beide auch jeweils ein Angestelltenarbeitsverhältnis. Nun hat das Finanzamt im Rahmen einer Prüfung als Betriebsausgabe geltend gemachte Fortbildungskosten für meine Frau gestrichen. Diese seien nicht abzugsfähig, da unter fremden Dritten diese Kosten ohne vertragliche Vereinbarung bzw. Dienstverhältnis nicht getragen worden wären. Eine Geltendmachung als Werbungskosten wäre aber möglich. Da diese uns aber schlechter stellt, wollte ich Fragen, ob das Finanzamt hier Recht hat und ob es eventuell eine Gestaltungsmöglichkeit gibt.
Herzlichen Dank für Ihre Meinungen.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

meines Erachtens – vorbehaltlich einer genauen Sachverhaltskenntnis – hat das Finanzamt hier nicht Recht.

Wenn Sie glaubhaft machen oder sogar nachweisen können, dass Ihre Ehefrau tatsächlich für Sie gearbeitet hat, aber eben nur unentgeltlich, und die Fortbildungskosten keinen anderen Nutzen für Ihre Ehefrau haben, dann können diese Kosten auch als Betriebsausgaben angesetzt werden. Nur weil etwas nicht “üblich” gehandhabt wird, ist es deshalb nicht steuerlich abzugsfähig.
Nach dem BGB sind Familienmitglieder sogar gesetzlich verpflichtet in bestimmtem Rahmen unentgeltlich im Familienunternehmen mitzuarbeiten.