≡ Menu
Fragen »

Freiberufler – Kfz-Privatnutzung unter 50% – kann ich pauschal abrechnen?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFreiberufler – Kfz-Privatnutzung unter 50% – kann ich pauschal abrechnen?

Uhr
Von: kasimir
1 Antworten
Hallo allerseits,

ich habe schon im Forum und auch im Web gesucht, aber ich bin noch nicht fündig geworden, deshalb hier meine Frage:

Ich bin Freiberufler und besitze ein Privat-KfZ (Kompaktklasse, ca. 11 Jahre alt), das nicht im Betriebsvermögen aufgenommen ist.

Ich werde demnächst ca. 250km entfernt bei meinem neuen Kunden arbeiten und dort in der Nähe ein Zimmer für unter der Woche suchen. D.h. ich werde 500km pro Woche Anfahrt/Heimreise + ca. 150km vor Ort = 650km mein Kfz beruflich nutzen. Privat kommen dann vielleicht noch 300-400 km dazu.

D.h. ich werde das KfZ zu ca. 65% beruflich nutzen.

Muss ich jetzt das KfZ in das Betriebsvermögen aufnehmen, damit ich meine Reisekosten absetzen kann?

Viel lieber würde ich nur die betrieblichen Kilometer, über die ich Buch führe, pauschal mit 0,30 EUR absetzen, weil ich den ganzen buchhalterischen Aufwand vermeiden will, wenn das Kfz im Betriebsvermögen wäre (Fahrtenbuch, alle Quittungen + Kosten verbuchen usw.).

Also: darf ich per km-Pauschale absetzen, obwohl die berufliche Nutzung > 50% ist?

Besten Dank,

Kasimir

Von: TorstenMo
Uhr
Eine genaue und sichere Auskunft kann ich da leider nicht geben. Wenn es aber nur diese eine Situation betrifft, ist es sicherlich nicht schlimm, wenn man weiterhin bei der pauschalen Methode bleibt. Man muss letztlich die Situation über das gesamte Jahr sind betrachten. Also alle Kilometer vom Januar bis Dezember im Vergleich zu den privaten Fahrten sehen und nicht nur von dieser einen Auswärtstätigkeit. Ich würde mir da weiter keine Gedanken machen und auch in dieser Situation die Pauschale abrechnen.

Denn Sie haben recht, sobald sie das Fahrzeug in das Betriebsvermögen übernehmen oder übernehmen müssen, wird es recht kostspielig (dafür Zeit sparend, hier ist die ein Prozent Methode gemeint) oder sehr aufwändig was die Zeit betrifft und dafür von der Abrechnung der ziemlich genau (hier ist das Fahrtenbuch gemeint).

Für eine rechtssichere und verbindliche Auskunft kann ich Ihnen nur unseren Kooperationspartner http://www.frag-einen-anwalt.de/default.asp?von=beraterlate empfehlen, wo sie für kleines Geld einem Anwalt einer Frage stellen können. Übrigens: den Betrag für die Frage können Sie selbst bestimmen. In diesem Fall sind 30 Euro durchaus ausreichend.