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Freiberufler/Kleinunternehmer- Unternehmergehalt

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenFreiberufler/Kleinunternehmer- Unternehmergehalt

Uhr
Von: Allesklar
1 Antworten
Hallo,

Bin zur Zeit freiberuflich als Jornalist und unterrichtend tätig, habe dieses Jahr etwa 10 000 € eingenommen und muss diese als nebenberufliche Tätigkeit voll versteuern, da ich über dem Freibetrag von 2100 € liege.

Frage1: kann ich neben meinen Ausgaben auch den Freibetrag von den Einnahmen abziehen?

Frage 2: Ich denke darüber nach diese Tätigkeit als Kleinunternehmen mit separater Steuernummer anzumelden, kann ich mir als Einzelunternehmer ein Unternehmergehalt auf 400€-Basis selbst bezahlen, mich somit auch bei der Bundesknappschaft anmelden und versichern?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

Antwort 1:

Der Freibetrag von 2.100 EUR gilt für nebenberufliche Tätigkeiten. Betriebsausgaben dürfen nur insoweit abgezogen werden, als Sie den Freibetrag von 2.100 EUR übersteigen. Umgekehrt entweder Freibetrag oder tatsächliche Beriebsausgaben, sofern höher als der Freibetrag.

Für eine hauptberufliche, selbstständige, schriftstellerische oder journalistische Tätigkeit kann eine Betriebsausgaben-Pauschale von 30 % der Betriebseinnahmen aus dieser Tätigkeit, höchstens jedoch 2.455 EUR jährlich, geltend gemacht werden – http://www.steuerlinks.de/richtlinie/esth-2010/hin18.2.html.

Antwort 2:

Baron von Münchhausen wrote:
Diese Überlegungen machten mir sehr zu schaffen. Und als eine türkische Kanonenkugel, die auf unser Feldlager gemünzt, war, an mir vorüberflog, schwang ich mich auf sie hinüber und kam, wenn auch unverrichteter Sache, so doch gesund und munter wieder bei meinen Husaren an. http://www.internet-maerchen.de/maerchen/muenchhausen07.htm

Nein, ein Einzelunternehmer oder Freiberufler kann sich selbst kein Gehalt oder Aushilfslohn zahlen. Hierbei handelt es sich immer um steuerneutrale Privatentnahmen.
Und wenn man seine selbständige Tätigkeit nun als Kleinunternehmen anmeldet bedeutet dies nicht, dass automatisch eine neue Steuernummer vom Finanzamt erteilt wird.
Und mit einem Minijob ist man nicht versichert. Es sind lediglich pauschale Abgaben von insgesamt 30 % durch den Arbeitgeber zu entrichten. Der Arbeitnehmer hat hierdurch keinen Vorteil.