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Kein Fahrtenbuch geführt

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenKein Fahrtenbuch geführt

Uhr
Von: Heide
1 Antworten
Hallo,
ich bin neu hier und hoffe, ich habe alle Spielregeln beachtet und jemand kann mir ein Tipp geben.
Ich bin (geringfügig) selbständig und fahre mit meinem (privaten) PKW auch zu Dienstfahrten. Meine Steuerberaterin hat mich vor Jahren darauf hingewiesen, dass bei privater Nutzung über 50 Prozent der gesamten Kilometer, kein Fahrtenbuch geführt werden muss, sondern 0,30 ct/km für berufliche Fahrten abgerechnet werden können. Ich führe deshalb nur Fahrtennachweise: Datum, Ort Strecken-km für die Dienstfahrten im Outlook-Kalender, sonst nichts.
In den letzten Jahren haben sich nun aber unsere privaten Gewohnheiten geändert (Fahrradurlaube ohne PKW) und unvermittelt ist bei gleichem Anteil an Dienstfahrten der private Anteil unter 50% abgesackt. Da ich kein klassisches Fahrtenbuch geführt habe, ist mir das leider nicht deutlich geworden. Erst jetzt bei der Steuererklärung für 2011 habe ich darauf geachtet, nicht mehr als 50% geschäftliche Fahrten anzugeben. Was mache ich jetzt mit den Vorjahren? Ist eine Selbstanzeige nötig?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

Heide wrote:
Meine Steuerberaterin hat mich vor Jahren darauf hingewiesen, dass bei privater Nutzung über 50 Prozent der gesamten Kilometer, kein Fahrtenbuch geführt werden muss, sondern 0,30 ct/km für berufliche Fahrten abgerechnet werden können.

Korrekt.

Ob die Vorjahr zu ändern sind und wenn ja ob diese überhaupt noich geändert werden können Bedarf gesonderter Berechnungen.
Es sollten zunächst die tatsächlichen Kfz-Kosten abzüglich Privatanteil (berechnet nach der 1%-Regelung) dem bisher angegebenen Betrag (betriebliche Km x 0,30 EUR) gegenüber gestellt werden.
Anhand der Höhe und des Vorzeichens der Differenz kann dann näher geprüft werden, was weiter unternommen werden kann oder auch nicht.
Hierfür ist auch entscheidend, wie hoch der prozentuale Privatanteil in den einzelnen Jahren tatsächlich war. Dies sollte auch berechnet werden.

Aus der Erfahrung heraus würde ich pauschal unterstellen, dass Sie sehr viel rechnen werden und zu dem Ergebnis kommen: Es ergeben sich keine wesentlichen Unterschiede.

Aber wenn Sie doch eine Steuerberaterin haben, dann fragen Sie diese doch direkt.