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Kreditaufnahme

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenKreditaufnahme

Uhr
Von: Wally
1 Antworten
Ich habe einen Mandanten für den ich die Buchführung mache und der hat jetzt im Februar seine Selbstständigkeit aufgegeben (Gaststätte). Nun hat er für die Abdeckung des Geschäftskontos bei der Bank ein Kredit aufgenommen weil der Banksaldo einen hohen Minusbetrag hatte. Wie muß das verbucht werden? Hatte leider noch nie so einen Fall und könnte mir nur vorstellen das ich das als außergewöhnliche Belastungen buchen könnte. Liege ich da richtig? Also er muß ja das Darlehen jetzt privat weiter abzahlen obwohl die Selbstständigkeit nicht mehr besteht.

Von: Kexel
Uhr
Einen schönen Sonntag zunächst,

also für einen Unternehmer selbst mag eine Betriebsaufgabe was außergewöhnliches sein, jedoch nicht für das Einkommensteuerrecht – also keine außergewöhnliche Belastung.

Wenn es sich um ein betriebliches Konto gehandelt hat, dann wird die Darlehnsaufnahme zum Aufgabezeitpunkt – genau wie im laufenden Geschäftsverkehr – als Darlehn gebucht.
Buchungssatz: Bankkonto an Darlehn

Die Zinsen nach der Betriebsaufgabe stellen nachträgliche Betriebsausgaben dar und sind als negative Einkünfte aus Gewerbebetrieb (bei einem Freiberufler, als negative Einkünfte aus selbständiger Arbeit) in der Einkommensteuererklärung zu erfassen. Und zwar so lange, bis das Darlehn voll getilgt ist.

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de