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Laufende KFZ-Kosten absetzen… Wie ist es beim Verkauf?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenLaufende KFZ-Kosten absetzen… Wie ist es beim Verkauf?

Uhr
Von: Sandra
5 Antworten
Hallo Forumsmitglieder,

ich habe eine Frage zum Absetzen von KFZ-Kosten. Folgende Situation:
Ich bin seit 1.1. selbstständig und umsatzsteuerpflichtig. Ich nutze einen privaten PKW, der meinem Vater gehört und auch auf ihn zugelassen ist. Alle laufenden Kosten trage ich selbst.
Ich führe seit 1.1. Fahrtenbuch um den Anteil der betrieblichen Nutzung feststellen zu können. Kann ich meine laufenden Kosten (Tanken und Reparaturen) als Betriebsausgaben verbuchen?

Wie ist es, wenn der PKW verkauft wird (von meinem Vater). Muss ich den Verkaufspreis dann als Gewinn versteuern? Oder hat das sonst irgendwelche Konsequenzen für mich?

Vielen Dank schon mal…

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

1. Fahrtkosten für betrieblichen Anteil abzugsfähig, auch die Vorsteuer, soweit Quittung bis 150 EUR oder Rechnung über 150 EUR mit Ihrer Adresse (nicht die des Vaters).

2. Verkauf des PKW durch den Vater ist dessen private, nicht steuerpflichtige, Angelegenheit. Sie können ja auch nicht die Abschreibung für dessen Fahrzeug absetzen, nur die laufende Unterhaltungs- und Betriebskosten.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

Von: moechtegern
Uhr
Hallo,

wäre es für die Selbständige in diesem Fall auch möglich, eine Reisekostenabrechnung für die betrieblichen Fahrten zu erstellen, mit 0,30 EUR pro gefahrenen km?

Vielen Dank

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

eine Abrechnung der betrieblichen Fahrten mittels Reisekostenabrechnung mit 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer ist auch möglich, allerdings gibt es keinen Vorsteuerabzug. Dieser ist nur anhand ordnungsgemäßer Belege möglich.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de

Von: gg1981
Uhr
Hallo,
das mit den 30 cent/km ist ja die pauschal-Methode, wenn ich das mittlerweile richtig verstehe. kann ich als selbstständiger dann einfach alle betrieblich gefahrenen km x30cent berechnen und den Betrag so absetzen, oder muß ich da was beachten?

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

um Pobleme mit dem Finanzamt zu vermeiden, sollten die Kilometer mittels Reisekostenabrehnung ermittelt werden. Auf diese Art und Weise können alle betrieblichen Kilometer mit 0,30 EUR geltend gemacht werden, vorausgesetzt das Fahrzeug wird nicht zu mehr als 50 % betrieblich genutzt.

Einem pauschalen Ansatz von zum Beispiel
500 km pro Monat x 12 Monate x 0,30 EUR
fehlt einfach der konkrete Nachweis des berieblichen Zusammenhangs.

Gruß

Helmut Kexel, Vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
www.steuernplusberatung.de