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Lehrgeld?! Braucht man wirklich einen Steuerberater?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenLehrgeld?! Braucht man wirklich einen Steuerberater?

Uhr
Von: dagmarsimone
3 Antworten
Hallo,

ich möchte kurz meine Rahmenbedingungen erklären.

Die Fotografie, Grafikbearbeitung und Webdesign sind u.a. mein Hobby.
Ich habe einige nicht kommerzielle Projekte für Sport- Fördervereine usw. gemacht. Jetzt habe ich 3 Kunden die unbedingt eine Internetpräsenz von mir haben wollten mit Rechnung und natürlich sofort.

Darüber bin ich natürlich erfreut, also habe ich ein (Neben-)Gewerbe angemeldet. (EÜR, IST-Versteuerung, ohne Kleinstunternehmerregelung)

Da meine Kosten und Einnahmen überschaubar sind und ich auch Spaß daran habe mich in die Buchhaltung und Steuermaterie einzuarbeiten, möchte ich auf einen Steuerberater verzichten.

Wenn ich die Grundregelen beachte:

vorweggenommene Betriebsausgaben beachten
Pflichtangaben auf Rechnungen
Belege sammeln und kontrollieren
usw.

und auch das eingenommene Geld auf dem betrieblichen Konto nicht entnehme, kann doch nicht mehr viel passieren oder?

Bei geringen Einnahmen und Ausgaben, kann das Lehrgeld doch nicht so hoch sein.

Bin für jede Meinung dankbar.

Von: TorstenMo
Uhr
Hallo nochmal,

könnte klappen, muss aber nicht sein, da ich nicht weiß wie gut oder schlecht ihre steuerrechtlichen Grundlagen und Ihr Wissen in der Buchführung wirklich sind.

Zu den von Ihnen aufgestellten Buchführungsregeln kann ich nur sagen, das es da noch einige mehr gibt.

Wir haben auch einige Vordrucke (Rechnungen, Bewirtungskosten usw.) auf unserer Seite, die Sie kostenlos nutzen und downloaden können.

https://www.betriebsausgabe.de/vorlagen/

Quote:
das eingenommene Geld auf dem betrieblichen Konto nicht entnehme

Wozu soll das gut sein? Wenn Sie das verdiente Geld nicht nutzen können, um davon vielleicht private Anschaffungen zu tätigen, warum solte man dann est arbeiten? Das ist also Käse, selbstverständlcih dürfen Sie Geld vom Geschäftskonto entnehmen.

Meine Meinung: Im Nebengewerbe muss man nicht unbedingt einen Steuerberater haben, zumindest nciht für die monatliche oder regelmäßige Abrechnung. Schwieriger wird das schon, wenn mtl. eine Umsatzsteuervoranmeldung zu erstellen und die beim Finanzamt abzugeben ist. Als Laie weiß man nciht imer volständig, woraus man Vorsteuer ziehen kann und worasu nicht. wenn Sie das dann über mehrere JAhre falsch machen, kann das durchaus teuer werden. Bsp.: Sie ziehen aus Ihrer Telefonrechnung 19% Vorsteuer und vergessen die unentgeltliche wertentnahme jährlich zu korregieren. Das machen Sie über 3 Jahre und bei einer Betriebsprüfung kommt es raus. Dann zahlen Sie den Spaß nciht nur für ein Jahr nach, sondern für eben 3 zzgl. Zinsen. Wenn Ihnen das dann ncoh bei der eigentlichen Telekomrechnung passiert, die Sie ja auf elektronischem weg beziehen, ohne elektronische Signatur, dann wirds richtig teuer. Sie zahlen dann die komplette Vorsteuer der gesammten Telefonrechnungen zurück. Es gibt da also schon verschiedene Fallstricke, die in der Summe über Jahre hinweg teuer werden können. Daher mein Rat:

Lassen Sie wenigsten den Jahresabschluss vom Steuerberater erstellen oder zumindest prüfen. Hat auch den Vorteil, dass der Steuerberater dann haftet, wenn also was schief geht, können Sie den vor´s Loch schieben 😆

Und hier mein abschließender betriebswirtschaftlicher Rat:
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen. Machen Sie also nur das, was Sie am Besten können und überlassen Sie die anderen Dinge denen, die diese wiederum besser können. So verdienen Sie Geld, nicht andersrum.

Von: dagmarsimone
Uhr
Hallo und danke für die Tipps

Quote:
Wir haben auch einige Vordrucke (Rechnungen, Bewirtungskosten usw.) auf unserer Seite, die Sie kostenlos nutzen und downloaden können.

Habe ich natürlich schon gemacht.

Quote:
das eingenommene Geld auf dem betrieblichen Konto nicht entnehme
Quote:
Wozu soll das gut sein?

Ich meinte damit, dass ich das Geld stehen lasse für eventeulle Forderungen vom Finanzamt, Investitionen usw.

Das Problem mit e-Rechnungen ist mir bekannt. Ihr Rat ist sicherlich nicht verkehrt, aber das Nebengewerbe ist viel zu klein. 12 DSL-Rechnungen, etwas Hardware und ein paar GWGs mehr habe ich nicht.

Was kostet (ca.) ein Steuerberater für den Jahresabschluss bei z. B.
20 Rechnungen für Ausgaben und 10 Rechnungen für Einnahmen?

Daher mein Rat:

Lassen Sie wenigsten den Jahresabschluss vom Steuerberater erstellen oder zumindest prüfen. Hat auch den Vorteil, dass der Steuerberater dann haftet, wenn also was schief geht, können Sie den vor´s Loch schieben 😆

Und hier mein abschließender betriebswirtschaftlicher Rat:
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen. Machen Sie also nur das, was Sie am Besten können und überlassen Sie die anderen Dinge denen, die diese wiederum besser können. So verdienen Sie Geld, nicht andersrum.
[/quote]

Wenn ich nur das mache was ich kann, dann sagen wieder alle ich sei faul 😀

Von: TorstenMo
Uhr
So Dagmar,

habe den Beweis erbracht, das es mit Steuerberater günstiger ist als ohne. Dazu einfach mal den Beitrag

https://www.betriebsausgabe.de/blog/2009/01/13/warum-ein-steuerberater-mehr-einkommensteuer-spart-als-kein-steuerberater/

lesen.