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Nutzungsverhalten PWK hat sich geändert

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenNutzungsverhalten PWK hat sich geändert

Uhr
Von: simone18778
1 Antworten
Hallo,

ich (Freiberuflerin) habe 2008 einen gebrauchten PKW gekauft. Die betriebliche Nutzung lag bei über 90%, daher zählte er zum notwendigen Betriebsvermögen (Ermittlung über Fahrtenbuch). Soweit klar.

Seit Anfang 2011 arbeite ich fast ausschließlich von zu Hause aus, was auch erstmal so bleiben wird. Dadurch ist der betriebliche Nutzungsanteil auf unter 50 % (aber über 10%) gesunken.

1. Muss/ Kann ich jetzt den PKW in das Privatvermögen überführen?
2. Wie melde ich das dem Finanzamt? Erst in der Jahressteuer?
3. Welche Zeitspanne, in der die betriebliche Nutzung unter 50% lag, ist notwendig, damit der PKW überhaupt wieder in das Privatvermögen überführt werden kann? Eignet sich hier das Fahrtenbuch als ausreichender Nachweis?
4. Was wäre, wenn ich den PKW in 2 Jahren doch wieder fast ausschließlich betrieblich nutze? Kann ich ihn dann wieder in das Betriebsvermögen einbringen?

Vielen Dank schon vorab für die Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen,
Simone18778

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

1. Nein, er kann freiwillig im sogenannten gewillkürten Betriebsvermögen bleiben.

2. Erwischt, es gibt tatsächlich noch Fälle im deutschen Steuerrecht für die es kein amtliches Formular gibt; sollte man mal dem BMF melden.
Einkommensteuerrechtlich einfach mit der Jahreserklärung melden. Sofern Umsatzsteuerpflicht besteht, ist der Privatanteil bereits im Rahmen der Voranmeldung anzupassen.

3. Über einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten sollte nachgewiesen werden, dass der betriebliche Anteil künftig nachhaltig unter 50 % liegt. Ersatzweise können klar veränderte Verhältnisse auch ausreichen, zum Beispiel dauerhafte Änderung des Einsatzgebiets (bisher Auswärtstätigkeit, künftig Homeoffice).

4. Steigt der betriebliche Anteil auf über 50 %, dann ist der PKW wieder ins Betriebsvermögen einzulegen.