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PKW im gewillkürten Betriebsvermögen sinnlos?

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenPKW im gewillkürten Betriebsvermögen sinnlos?

Uhr
Von: rosemeyer2
2 Antworten
Hallo,

angenommen jemand nutzt einen PKW zu 80% privat und 20% betrieblich. Macht die Aufnahme in das gewillkürte Betriebsvermögen Sinn? Beispiel:
Anschaffungskosten: 20.000 EUR
Betriebskosten (Versicherung, Benzin etc.) vereinfacht 2.000 EUR pro Jahr
Abschreibung pro Jahr: 3.333 EUR

Von den 5.333 EUR pro Jahr, werden über den Privatanteil also 80% = 4266 EUR verbucht, verbleiben 1.066 EUR als Betriebsausgabe.

Soweit so gut, entnimmt man aber den PKW nach 6 Jahren, üblicherweise liegt der Wert dann noch bei 50%, fallen 10.000 EUR gewinnerhöhend für die Entnahme an (da wird dann ja kein Privatanteil abgezogen, oder)? Kann man weniger abschreiben?

Hab ich da etwas falsch verstanden?

Gruß,
Rudolf

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

im Prinzip haben Sie das Problem voll erkannt und korrekt gelöst.

Bei der Entnahme wird eben kein Privatanteil abgezogen, und damit ist es in Ihrem Beispiel wenig sinnvoll, den PKW ins gewillkürte Betriebsvermögen aufzunehmen.

Im Übrigen kann man für den Reisekostenansatz der Kfz-Kosten nicht nur die Pauschale von 0,30 EUR ansetzen, sondern bei Nachweis, auch die tatsächlichen Kosten pro Kilometer.

Von: Sven0
Uhr
Ich finde das vom Gesetzgeber her unverschämt.

Beim Kauf muss man bei dem Kaufbetrag als auch der USt. den privaten Anteil als Einnahme buchen, kann also nur den betrieblichen Anteil als Betriebsausgabe buchen. Soweit so gut. Wenn man den Wagen jedoch verkauft, spielt der Privatanteil auf einmal keine Rolle mehr, sondern man muss die Verkaufssumme + dazu gehörige USt. VOLL als Betriebseinnahme buchen.

Alles in allem eine nicht lohnenswerte Sache.
Fazit: soweit wie es nur geht das Fahrzeug im Privatvermögen belassen und mit den tatsächlichen Kosten pro km als Betriebsausgabe buchen. Das erspart einem den Schock beim Fahrzeugverkauf.