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PKW Nutzung Eltern

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenPKW Nutzung Eltern

Uhr
Von: stino
3 Antworten
Hallo,

ich nutze für meine Firma den Zweitwagen meiner Eltern. Nun wollen meine Eltern sich wegen der Umweltprämie ein neues Auto kaufen. Um diese zu bekommen muss das Auto auf meine Eltern zugelassen werden. Die Versicherung soll ebenfalls auf meine Eltern laufen, damit die Versicherung nicht zu hoch wird. Bisher war die gewerbliche Nutzung unter 10%. Da ich jetzt allerdings von einer Firma als externer Mitarbeiter angestellt werde, steigt dies auf über 50% und sollte somit zum BV zählen.

Kann ich die neue Versicherung direkt von meinem Geschäftskonto abbuchen lassen oder muss ich eine schriftliche Vereinbarung mit meinen Eltern treffen, dass ich die Versicherung übernehme? Können meine Eltern auch eine Nutzungsgebühr von mir verlangen, welche ich als Betriebsausgabe buchen kann?

Ich bin mir auch schon sicher, das ich in dieser Frage noch eine Steuerberater aufsuchen werden. Allerdings möchte ich mich erstmal informieren um keine unnötige kosten zu verursachen.

stino

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

also doppelten staatlichen Zuschuss gibt es nicht – Abwrackprämie für die Eltern und Betriebsausgaben für den Sohn.
´
Die Eltern erhalten die staatliche Zulage, da sie die Voraussetzungen erfoglen, also gehört das Fahrzeug Ihren Eltern.

Aber, Sie können Ihren Eltern die Kosten pro Kilometer für die betriebliche Nutzung erstatten – analog einer Reisekostenabrechnung (Tag, gefahrene Kilometer, Strecke, aufgesuchte Firmen/Kunden, Grund der Reise). Der Kilometersatz beträgt entweder pauschal 0,30 EUR oder nach den tatsächlichen Kosten berechnen (Gesamtkosten pro Jahr / Gesamtkilomter pro Jahr). Eine Vorsteuerabzug besteht allerdings nicht.

Von: mina22
Uhr
Hallo Herr Kexel,
das Forum und Ihre Moderation hat mir bereits sehr geholfe. Gerne möchte ich an diesem Beitrag aufsetzen.

Ich habe im Jahr 2008 ebenfalls den PKW meiner Eltern als Kleinunternehmer genutzt und möchte die Fahrtkosten (0,30 € pro KM) als Betriebsausgaben in die Einnahmeüberschußrechung aufnehmen.

Meine Frage ist welche Formalien für das Finanzamt einzuhalten sind, damit das FA auch bei einer späteren Betriebsprüfung (also auch Jahre später) die Kosten anerkennt.

Ich habe eine Übersicht aller gefahrenen Routen für das Jahr 2008 erstellt, mit der Angabe besuchter Kunde, Grund und KM. Weiter habe ich die laufenden Tankquittungen für das Jahr 2008 (aber nicht komplett.)

Meine Fragen:
– Reichen dem Finanzamt diese Informationen und die Quittungsbeleg?

– Muß die Tankquittung eigentlich vom gleichen Datum sein wie die Geschäftsfahrt, oder kann das Tanke auch einen Tag später vollzogen worden sein – gibt es da Probleme?

– Hätte ich die Erstattung an die Eltern bereits 2008 über das Geschäftskonten per Banküberweisung durchführen müssen? (Wenn ja, kann man die Erstattung 2009 nacholen?) Der Grund weshalb keine Erstattung gezahlt wurde liegt, daran dass ich die Benzinkosten getragen habe. Den Rest meine Eltern…. die dafür nicht haben wollten….

– Müssen die Eltern die Erstattung in irgendeiner Form versteuern?

– Wie löst man das Problem, dass Tankquittungen bereits nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar sind, da sie auf Thermopapier gedruckt wurden?

Von: mina22
Uhr
Hallo Herr Kexel,

falls die Antworten auf meine Fragen zu umfassend sind bitte ich Sie ob sie eine Antwort auf diese beide Frage geben können.

“Reichen dem Finanzamt diese Informationen und die Quittungsbeleg?”
“Wie löst man das Problem, dass Tankquittungen bereits nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar sind, da sie auf Thermopapier gedruckt wurden?”

Vielen DANK!!!