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Proto, Telefon, Internet, Büromaterial

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenProto, Telefon, Internet, Büromaterial

Uhr
Von: Peter011
2 Antworten
Guten Tag!

Ich bin Einzelunternehmer unt unter Verwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG umsatzsteuerbefreit. Ich betreibe dieses Unternehmen seit einigen Jahren als Nebentätigkeit und damals hat mir ein Steuerberater gesagt, dass ich bei meinem Vorhaben die Kosten für Porto, Telefon, Internet und Büromaterial pauschal ansetzen bzw. schätzen kann.

Bei mir fallen Kosten für Telefon und Internet in Höhe mtl. von ca. 75 Euro an (inkl. Privat), unter Büromaterial und Porto fasse ich alles entsprechende zusammen (z.B. auch Druckertinte und -papier, Ordner, etc.), hiervon taucht also nichts in meiner EÜR auf. Dafür schätze ich die Gesamtkosten auf mtl. 40 Euro. Ist dieses Vorgehen so korrekt?

Leider habe ich es versäumt mir die Rechnung meines Telefon- und Internetanbieters aufzuheben, da diese nur in einem Onlineportal abrufbar sind. Hierfür gibt es jedoch wiederkehrende Abbuchungen, reichen die aus? Ein Vorsteuerabzug gibt es ja ohnehin nicht.

Vielen Dank schonmal!
Peter011

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

also die Belastungen auf dem Bankkonto reichen in Ihrem Fall aus.
Sie sollten sich aber künftig alles Rechnungen downloaden und speichern oder ausdrucken.

Die Kosten für Büromaterial und Porto empfehle ich nicht pauschal zu ermittlen, sondern einfach bei jedem Einkauf den Beleg aufbewahren und am Jahresende alle Belege addieren. Wenn auf einem Beleg (z. B. Discounter) privat und betriebliche Sachen enthalten sind, einfach vermerken, ankreuzen, was betrieblich war.

Der betriebliche Anteil der Telefonkosten kann anhand der tatsächlichen Kosten geschätzt werden. Hierzu bitte wie erwähnt die Rechnungen aufbewahren. Wenn Sie keinen Anhaltspunkt haben, wie hoch der prozentuale Anteile monatlich ist, können Sie auch auf die lohnsteuerrechtliche Regelung zurückgreifen:

Quote:
Telekommunikationsaufwendungen sind Werbungskosten, soweit sie beruflich veranlasst sind. Weist der Arbeitnehmer den Anteil der beruflich veranlassten Aufwendungen an den Gesamtaufwendungen für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen nach, kann dieser berufliche Anteil für den gesamten Veranlagungszeitraum zugrunde gelegt werden. Dabei können die Aufwendungen für das Nutzungsentgelt der Telefonanlage sowie für den Grundpreis der Anschlüsse entsprechend dem beruflichen Anteil der Verbindungsentgelte an den gesamten Verbindungsentgelten (Telefon und Internet) abgezogen werden. Fallen erfahrungsgemäß beruflich veranlasste Telekommunikationsaufwendungen an, können aus Vereinfachungsgründen ohne Einzelnachweis bis zu 20 % des Rechnungsbetrags, jedoch höchstens 20 Euro monatlich als Werbungskosten anerkannt werden. Zur weiteren Vereinfachung kann der monatliche Durchschnittsbetrag, der sich aus den Rechnungsbeträgen für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten ergibt, für den gesamten Veranlagungszeitraum zugrunde gelegt werden. Nach Richtlinie 3.50 Abs. 2 steuerfrei ersetzte Telekommunikationsaufwendungen mindern den als Werbungskosten abziehbaren Betrag.

Von: Peter011
Uhr
Vielen Dank für die Antwort!