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R 4.2 EStR Grundstücksteile von untergeordnetem Wert

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenR 4.2 EStR Grundstücksteile von untergeordnetem Wert

Uhr
Von: lutz
4 Antworten
Hallo,

bin zufällig auf dieses Forum gestoßen, bin begeistert und hoffe auf Hilfe.

Ich habe in meinem Wohnhaus zwei kleine in Bürogemeinschaft arbeitende Firmen, eine GmbH und eine OHG, deren Gesellschafter und GF identisch sind (meine Tochter und ich). Das Haus gehört meiner Frau und mir je zur Hälfte, meine Frau hat mit den Firmen nichts zu tun.
Das FA möchte jetzt den Gebäudeanteil der OHG ermitteln, mich im Ergebnis ärgern und SoBV bilden.
Da mir die OHG nur zu 30% und das Haus nur zu 50% gehört, sehe ich die Chance das so hinzurechnen, dass mein OHG-Anteil an der Immobilie letztlich unter 20.500 € liegt und dass ich dann fein raus wäre.

Damit stellt sich die Frage, wie eine in Bürogemeinschaft gemeinsam von zwei Firmen genutzte Fläche aufzuteilen ist. Beide Firmen nutzen die gesamte Fläche gemeinsam. Deshalb meint das FA jeweils 50% ansetzen zu müssen. Ich meine, dass die sehr unterschiedliche Größe der Firmen eine Rolle spielen muss.

In R 4.2 EStR heißt es:
Führt der Ansatz der Nutzflächen zu einem unangemessenen Wertverhältnis der beiden Grundstücksteile, ist bei ihrer Wertermittlung anstelle der Nutzflächen der Rauminhalt oder ein anderer im Einzelfall zu einem angemessenen Ergebnis führender Maßstab zugrunde zu legen.

Aber welche Art von Maßstäben ist hier denkbar und zulässig?
Anzahl Schreibtische? Anzahl Mitarbeiter? Jeweilige Summe der Arbeitsstunden?
Mehr fällt mir nicht ein.
Jedenfalls halte ich m² für unmöglich ermittelbar und je 50% für willkürlich und falsch. Und nach Umsatz oder Gewinn kann es wohl auch nicht sein, weil der mit der Büronutzung nichts zu tun hat.

Und noch eine Frage: Bei der Aufteilung des Objektwertes ist, so habe ich das verstanden, der gemeine Wert des Objektes einschl. Grundstück zugrunde zu legen. Gibt es hier Ausnahmen? Aufgrund der auch priv. Wohnnutzung dient der komplette Garten natürlich nur priv. Zwecken und steht in keinem Zusammenhang mit der geschilderten gewerblichen Nutzung. Muss der Wert der Gartenfläche, also letztlich das gesamte Grundstück, trotzdem in jedem Fall bei der Aufteilung mit berücksichtigt werden?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hierzu Tipps oder auch einen Hinweis auf Rechtsprechung bekäme.

Mit besten Grüßen

Lutz

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

interessantes Problem, aber meines Erachtens sprengt deren Beantwortung den Rahmen dieses Forums.
Da Sie Gesellschafter einer OHG und einer GmbH sind und auch noch Teile des Wohnhauses betrieblich nutzen, schreit das ganze nach einer umfassenden professionellen persönlichen Beratung, durch einen Steuerberater.

Hier geht es nicht nur um die isolierte Beantwortung Ihrer Frage, sondern auch um die Darlegung möglicher Ausweichmöglichkeiten, sofern dies steuer- und wirtschaftlich sinnvoll. Im Übrigen ist eine Behandlung als notwendiges Betriebsvermögen nicht gleichzusetzen mit steuerlichem Nachteil. Und und und …

Man kann nicht auf der einen Seite steuerliche Vorteile (Abzug anteiliger Gebäudekosten) beanspruchen wollen und auf der anderen Seite sich daraus ergebende (mögliche) steuerliche Nachteile als Ärgernis bezeichnen. Hierauf weist ein guter Steuerberater seine Mandanten im Voraus hin und erörtert Ihnen die Konsequenzen und Möglichkeiten ausführlich – guter Rat schont das Vermögen.

Von: lutz
Uhr
Hallo Herr Kexel,

danke für Ihre prompte Reaktion. Eine derartige Antwort hatte ich ja befürchtet …

Problem ist nur, dass ich bisher weder einen wirklich professionellen Steuerberater habe, noch einen kenne, bei dem das Wort BERATER groß geschrieben wird.

Mein Bauch sagt mir, dass ich bei Ihnen richtig sein könnte.
Wenn Sie das auch so sehen, melden Sie sich doch bitte, möglichst mit Angabe Ihrer Honorarforderung. Meine Mail-Adresse haben Sie ja aus dem Forum.

Bis dahin auch Ihnen ein schönes (arbeitsreiches?) Wochenende

Lutz

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

da ich nicht der Betreiber dieses Forums bin und lediglich in meiner Freizeit einige Beiträge schreibe, habe ich auch keinen Zugriff auf Ihre E-Mai-Adresse.

Teilen Sie mir bitte Ihre vollständigen Kontaktdaten per E-Mail mit und kopieren den vollständigen Text Ihres Beitrags in die Mail, dann werde ich mich innerhalb einer Woche melden.

E-Mail: info@stb-kexel.de
Internet: www.steuernplusberatung.de

Von: lutz
Uhr
Hallo

sorry, habe den falschen Knopf gedrückt und ein neues Thema begonnen.
Also hier nochmal: direkte Mail an Sie ist unterwegs.

beste Grüße

Lutz