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Steuerbescheid: Vorläufigkeit oder unter Vorbehalt

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenSteuerbescheid: Vorläufigkeit oder unter Vorbehalt

Uhr
Von: Hueni44
1 Antworten
Meine Frage:

Selbständig seit 14.3.2008 als Finanzberater. Aufwendungen 2008: 3500,oo
Prov.-Einnahmen: 1500,oo EURO, Verlust: 2000,00 wird mit anderen Einkünften verrechnet. Wielang akzeptiert das FiAmt eine derartige Verlustverrechnung?
Nachhaltigkeit w. Gewinnerzielung. Damit ich bei Auflösung der Selbständigkeit nicht Gefahr laufe, daß bei Vorläufigkeit oder unter Vorbehalt erteilte Einkommensteuerbeschade dazu führen, daß ich dann diese Verluste wieder zu versteuern habe.
Wer kann mir helfen, wie ich vorzugehen habe? Danke

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

hierzu gibt es leider keine eindeutige Antwort.

Einkünfteerzielungsabsicht wird grundsätzlich nicht durch Anlaufverluste infrage gestellt. Dabei ist die steuerrechtlich hinzunehmende Anzahl von Jahren mit Anlaufverlusten nicht generell festzulegen, sondern betriebsindividuell, branchentypisch und konjunkturabhängig zu bestimmen.

Verluste der Anlaufzeit können allerdings steuerlich nicht anerkannt werden, wenn aufgrund der bekannten Entwicklung des Betriebs eindeutig feststeht, dass er, so wie er vom Steuerpflichtigen betrieben wurde, von vornherein nicht in der Lage war, nachhaltige Gewinne zu erzielen.

Unter dieser Voraussetzung liegen keine Anlaufverluste, sondern strukturelle Verluste vor, die zur Annahme einer Liebhaberei führen. Wesentliches Indiz für strukturelle Verluste ist das Fehlen eines schlüssigen Betriebskonzepts.