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Studium bei freiberuflicher Tätigkeit

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenStudium bei freiberuflicher Tätigkeit

Uhr
Von: jassi
1 Antworten
Hallo,

ich bin angestellter Physiotherapeut in einer Praxis (40 Std./Woche) und arbeite im Nebenjob, freiberuflich (ca. 6 Std./Woche) an einer Schule. In dieser Nebentätigkeit behandle ich Patienten und betreue Praktikanten. Es ist also nicht ganz eindeutig, ob es eine Lehrtätigkeit ist, oder nicht. Folgende Fragen beschäftigen mich nun.

1. Ich möchte ein Studium aufnehmen, welches ca. 12000€ kostet und 2,5 Jahre dauert. Kann ich diese Kosten als Betriebsausgaben und somit steuermindernd in meiner Nebentätigkeit angeben.

2. Ich müsste meine Einnahmen im Nebenjob ja mit meinem persönlichen Steuersatz versteuern. Eine Beschäftigung als 450€-Jobber wäre auch möglich und erscheint mir momentan sinnvoller (wenn ich das Studium nicht steuermindernd berechnen kann), da mir dann mehr vom Geld bleibt und ich noch weitere Annehmlichkeiten, wie Urlaub, Lohnfortzahlung im Krakheitsfall, weniger Papierkram, usw. hätte. Sehe ich das richtig so? Vielleicht sollte ich noch sagen dass ich freiberuflich 17€/Std. und als 450€-Jobber 14€ bekäme.

3. Gibt es Unterschiede , wenn ich das Studium als Selbstständiger, oder als Arbeitnehmer abrechne. Habe ich überhaupt eine Wahl?

4. Auf lange Sicht möchte ich mir eine eigene Praxis erarbeiten. Momentan habe ich aber ja nur einen Auftraggeber. Besteht die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit? Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Ich habe versucht mich mit Büchern und hier im Forum zu informieren, aber es bleiben viele Fragen offen, vielleicht könnte hier jemand etwas mehr Klarheit für mich schaffen. Ich wäre sehr dankbar.

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

1. Es kommt darauf an, was Sie nach Abschluss des Studiums vorhaben – Selbständigkeit oder Arbeitnehmertätigkeit.
Wenn keine vorweggenommenen Betriebsausgaben, dann aber Werbungskosten.

2. Im Prinzip nicht falsch gedacht.

3. Steuerlich in der Regel nein.

4. Das Problem sollten Sie mit Ihrem Auftraggeber und dessen Steuerberater oder Personalabteilung klären.

jassi wrote:
Ich habe versucht mich mit Büchern und hier im Forum zu informieren, aber es bleiben viele Fragen offen, vielleicht könnte hier jemand etwas mehr Klarheit für mich schaffen.

Leider nur in sehr begrenztem Umfang, dazu fehlt der Rahmen.
Ich empfehle Ihnen den persönlichen Rat eines Steuerberaters zu suchen.