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Umsatzsteuer 10-Tages-Frist

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 22. Februar 2017

FragenUmsatzsteuer 10-Tages-Frist

Uhr
Von: wolke7
2 Antworten
Hallo,
ich bin selbständig im Bereich Bürodienstleistungen und wollte meine Einnahmenüberschussrechnung für 2013 erstellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass im Formular bei der geleisteten Umsatzsteuer Zeile 49 ein neuer Hinweis eingefügt wurde, und zwar “Die Regelung zum 10-Tageszeitraum nach § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG ist zu beachten”. Nach ausführlicher Recherche weiss ich nun, dass die Umsatzsteuervorauszahlung für den November dem jeweiligen Jahr zugerechnet werden muss. Zwar zieht das Finanzamt frühestens am 12. 01. die fristgerecht angemeldete Umsatzsteuer ein, aber es gilt trotzdem die 10-Tagesfrist, da die Zahlung am 10.01. fällig war.
Wenn ich das jetzt für 2013 korrekt berücksichtige, gehört die Zahlung für November 2012 in die EÜR 2012, das Jahr ist aber schon rechtskräftig veranlagt.

Weiss jemand, ob es da eine Berichtigungsmöglichkeit gibt, zumal das schon seit etlichen Jahren vom Finanzamt nicht beanstandet wurde. Die Möglichkeit hätten sie ja, denn die Umsatzsteuerzahlen liegen dem Finanzamt ja vor.

Vielen Dank und viele Grüße

Von: Kexel
Uhr
Hallo,

entweder die Zahlung für November 2012 in der EÜR 2013 ansetzen oder einen Berichtigungsantrag für 2012 stellen, mit Verweis auf § 129 AO (sogenannte offenbare Unrichtigkeit bei Schreib-, Rechen- und Übertragungsfehlern).

Von: wolke7
Uhr
Sehr geehrter Herr Kexel,

vielen Dank für Ihre Ausführungen, ich bin mir aber immer noch unsicher, was die Vorgehensweise angeht. Zwei Fragen drängen sich mir da noch auf:

1. wenn ich die Umsatzsteuer jetzt erstmal in der EÜR 2013 ansetze, kann ich dann den Berichtigungsantrag auch noch stellen, für den Fall, dass das Finanzamt die gezahlte Umsatzsteuer korrigiert?

2. handelt es sich tatsächlich um eine offenbare Unrichtigkeit nach § 129 AO, oder muss ich mit der Ablehnung des Berichtigungsantrags rechnen?

Danke im Voraus und viele Grüße