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Büroservice

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Viele Unternehmen lassen bestimmte Arbeiten (z. B. Lohn- und Finanzbuchführung, Rechnungen, Mahnwesen, Ablage), aber auch sonstige Tätigkeiten (z. B. Kundenakquise, Hotlines) durch einen externen Büroservice erledigen. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Fall von Outsourcing. Das Unternehmen erspart sich dadurch eine fest angestellte Arbeitskraft und nimmt den Büroservice nur dann in Anspruch, wenn er benötigt wird (z. B. einmal im Monat für die Buchführung). Ein Büroservice ist aber nicht gleichbedeutend mit einem Steuerberater: es gibt viele Tätigkeiten, die nur ein zugelassener Steuerberater ausführen darf. Zudem rechnet ein Steuerberater nach einer Gebührenverordnung ab, während das Honorar eines Büroservice frei verhandelt werden kann.

Der Vorteil von Outsourcing besteht überwiegend darin, dass sich das Unternehmen den Arbeitslohn für einen Mitarbeiter sowie die anfallenden Lohnnebenkosten (z. B. Sozialversicherungsbeiträge, Sozialleistungen) spart. Denn einen Büroservice braucht man nur dann zu bezahlen, wenn er benötigt wird. Zudem hat ein Büroservice keinen Anspruch auf Urlaub und kann jederzeit wieder gekündigt werden. Ein Mitarbeiter dagegen bekommt sein Gehalt auch dann, wenn einmal keine Arbeit anfällt.

Ein wesentlicher Nachteil bei einem Büroservice ist, dass die Mitarbeiter die innerbetrieblichen Abläufe nicht kennen. Dadurch geht eine Menge Know-How im Unternehmen verloren. Zudem sollte man bei einem Büroservice darauf achten, dass Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sind.

Alle Aufwendungen für einen Büroservice sind betrieblich veranlasst, so dass diese ohne Probleme vom Finanzamt als Betriebsausgaben akzeptiert werden.


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