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Dachbox

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Eine Dachbox ist ein Behältnis aus Kunststoff oder Metall, das auf dem Dach eines Autos befestigt wird. Man transportiert damit normalerweise sperriges Gepäck wie etwa eine Skiausrüstung.

Steuerlich gesehen ist die Dachbox ein Wirtschaftsgut des Anlagevermögens, sofern sie überwiegend für betriebliche Zwecke genutzt wird. Das wird üblicherweise dann der Fall sein, wenn es sich bei dem Fahrzeug um ein betriebliches Kfz handelt. Die Anschaffungskosten sind sofort als Betriebsausgabe abziehbar, wenn es sich um ein geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) handelt. Andernfalls kann nur die jährliche Abschreibung (AfA) – also die Wertminderung verteilt auf die Nutzungsdauer – abgezogen werden.

Eine werkseitig vorhandene Dachbox erhöht auch den Bruttolistenpreis im Rahmen der Dienstwagenversteuerung nach der 1-Prozent-Regel. Ob dagegen eine nachträglich angeschaffte Dachbox ebenfalls zu einer Erhöhung dieser Bemessungsgrundlage führt, ist durchaus umstritten. Jedenfalls gibt es Meinungen, die das verneinen. Denn der Gesetzgeber fordert, dass bei Dienstwagen der Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung heranzuziehen ist. Bei einer nachträglich gekauften Dachbox ist diese Voraussetzung aber dem Grunde nach nicht gegeben.


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