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Frittenbude

Von: Frank Schroeder • Veröffentlicht: 15. Februar 2017

Eine Frittenbude ist eine ortsfeste oder auch mobile Verkaufseinrichtung für Speisen und Getränke. Man findet sie überall dort, wo Menschen unterwegs sind – also beispielsweise in Innenstädten, Gewerbegebieten oder neben Supermärkten. Es gibt dort neben Fritten natürlich auch zahlreiche andere Leckereien für den schnellen Hunger zwischendurch.

Grundsätzlich keine steuerliche Berücksichtigung

Essen und Trinken gehören zu den steuerlich unbeachtlichen Kosten der Lebensführung. Dementsprechend kann man die Ausgaben für eine Frittenbude auch grundsätzlich nicht geltend machen. Lediglich in ganz bestimmten Fällen ist eine Berücksichtigung möglich:

  • Wer als Unternehmer oder Arbeitnehmer im Rahmen einer Dienstreise eine Frittenbude aufsucht, kann seinen Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen. In diesem Fall wird eine Pauschale als Betriebsausgabe oder Werbungskosten abgezogen, deren Höhe (6, 12 oder 24€) sich nach der Abwesenheitsdauer richtet. Wer mehr Geld ausgibt, bekommt deswegen keine höhere Pauschale. Im umgekehrten Fall vermindert sich die Pauschale aber auch nicht, wenn man tatsächlich niedrigere Ausgaben hatte.

 

  • Wenn man als Firma eigene Mitarbeiter an einer Frittenbude verköstigt, dann sind die Kosten voll als Betriebsausgabe abzugsfähig. Allerdings muss man aufpassen, dass aus dieser Annehmlichkeit kein steuerpflichtiger Arbeitslohn beim Mitarbeiter wird. Das wäre dann der Fall, wenn die Ausgaben mehr als 40 Euro betragen.

 

  • Bei der Bewirtung von betriebsfremden Personen (z. B. Geschäftsfreunde) an einer Frittenbude sind die Ausgaben wie bei jeder anderen geschäftlichen Bewirtung auch lediglich zu 70 Prozent als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Sonderfall: die Frittenbude ist das Unternehmen

Wenn man selbst Betreiber einer Frittenbude ist, dann stellen deren Anschaffungskosten selbstverständlich abzugsfähige Betriebsausgaben dar. Das geschieht im Wege der jährlichen Abschreibungen, so dass man die Kosten entsprechend der amtlichen AfA-Tabelle über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren verteilen muss.


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